Häufig gestellte Fragen zur Psychoonkologie

Psychoonkologie widmet sich der seelischen Begleitung an Krebs erkrankter Menschen. Mit psychoonkologischen Methoden können die Selbstheilungskräfte des Menschen aktiviert werden. Beispielsweise kann das Immunsystem durch Entwicklung von „inneren Bildern“ stimuliert werden. Diese Bilder werden in Trancezuständen entwickelt und stehen den Patienten zur eigenen Arbeit zur Verfügung.

Grundsätzlich wird in der psychonkologischen Begleitung ressourcen- und lösungsorientiert gearbeitet, d. h. zur Unterstützung der medizinischen Behandlung und zur Verbesserung der Lebensqualität werden die Ressourcen des Patienten aktiviert. Diese befinden sich auf vier Ebenen:

  • körperlich
  • seelisch
  • sozial
  • spirituell

Weitere Tätigkeitsfelder sind

  • Strategieentwicklung zur Bewältigung der Krankheit (Coping)
  • Strategieentwicklung zur Stressbewältigung
  • Arbeit mit den Angehörigen im sozialen Umfeld des Patienten.

Während der gesamten psychookologischen Arbeit steht der Respekt vor der verletzlichen Situation des Patienten im Vordergrund.

Auch in der klassischen Medizin setzt sich die Erkenntnis durch, dass die seelische Begleitung von Krebspatienten einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf hat.

Die Krebserkrankung ist ein multifaktorielles Geschehen. Durch die Forschungsarbeiten der letzten Jahre wird immer deutlicher, dass bei onkologischen Krankheitsbildern die menschlichen Psyche eine große Rolle einnimmt. Deshalb ist eine psychoonkologische Begleitung in mehrfacher Hinsicht wertvoll, erfordert allerdings eine spezielle Herangehensweise, die dem Grad der Erkrankung jeweils angepasst ist.

 

 

 

Ausbildungsverlauf

Seminar Inhalt
Seminar I Grundlagen der psychoonkologischen Arbeit
Das Konzept der Gestalttherapie: Wahrnehmung – Selbstwahrnehmung – Fremdwahrnehmung
Kontakt als zentrale Kategorie der Gestalttherapie in der Begleitung von Menschen. Gesprächsführung in der Gestalttherapie
Seminar II Leitlinien psychoonkologischen Handelns I
Gesprächsführung: das Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun und das innere Parlament, non-direktive Gesprächsführung nach Rogers. Die Simonton-Methode – alle Punkte des Trainingsprogramms von Dr. Carl Simonton werden besprochen.
Seminar III Krise – Krisenintervention – Krise als Chance
Konfrontiert mit der Diagnose Krebs oder mit dem Aufkommen eines Rezidivs verliert der Mensch „den Boden unter den Füßen“. Psychoonkologische Beratung entwickelt gute Strategien zur Stabilisierung und Neuorientierung.
Seminar IV Kunsttherapeutische Arbeit mit inneren Bildern
Manchmal fehlen uns die Worte, um das auszudrücken, was in uns lebendig ist. In einer schwierigen Lebensphase wie einer Tumorerkrankung ist es sinnvoll, Ausdrucksmöglichkeiten jenseits von Sprache zu finden. Dazu sind kreative Medien besonders gut geeignet.
Seminar V 
Wiederbeleben der Lebensqualität – Entdecken der Ressourcen
Die Lebensqualität ist eine zentrale Kategorie in der Arbeit mit TumorpatientInnen. In diesem Seminar lernen wir Coping-Strategien zu entwickeln und Resilienz zu fördern. Das NLP- Training bietet ganz hervorragende Möglichkeiten, beides zu entdecken. Grundlagen des NLP werden in diesem Seminar vermittelt.
Seminar VI Leitlinien psychoonkologischen Handelns II
Medizinisches Basiswissen ist für die Begleitung von TumorpatientInnen wichtig, es wird in diesem Seminar genauso vermittelt wie die Grundzüge der Palliativ-Medizin.
Seminar VII Abschiedlich leben
Eine Einführung in die Grundlagen der Hospizarbeit, die Auseinandersetzung mit der End- lichkeit des eigenen Lebens, sowie die Wahrnehmung der persönlichen Spiritualität stehen in diesem Seminar im Vordergrund. Loslassen oder Aufgeben? „Wer gibt mir die Erlaubnis zu gehen?“
Seminar VIII Planung psychoonkologischer Arbeit
Die Gruppe gestaltet ein Seminar zum Thema „Lebensmut“. Anhand von Bespielfällen wer- den Interventionen im Einzel-Setting erarbeitet.
Kostenlose Infobroschüre zur Ausbildung herunterladen

Ihre Vorteile bei diesem Ausbildungsgang

  • Persönliche Arbeitsatmosphäre

  • Kompakte und anwendungsnahe Wissensvermittlung

  • Supervision und Fallstudien

  • Individuelle Betreuung durch den Dozenten/in

  • Ausführliche Feedbackgespräche zur Selbstreflexion

  • Ausbildungsurkunde nach erfolgreicher Teilnahme

Gesamtkosten der Ausbildung

EUR176000zzgl. Unterkunft und Verpflegung
  • 106 Unterrichtseinheiten (8 Seminare á 2 Tage)

Literaturempfehlungen als Ergänzung oder zur Vorbereitung

Lebensmut bei schwerer Krankheit

von Lothar Kuschnik

Auf dem Wege der Besserung

von Carl Simonton

Weiterführende Informationen zur Ausbildung

Diese Fortbildungsmaߟnahme ist im Rahmen der „Zertifizierung der Ärztlichen Fortbildung“ der Ąrztekammer Westfalen-Lippe mit 120 Punkten (Kategorie: C) anrechenbar. Die Anrechnung von Bildungsschecks ist ebenfalls möglich. In begründeten Einzelfällen können die Seminare auch einzeln gebucht werden. Teilnahmegebühr je Einzelseminar EUR 250,00. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit dem Institut auf.